Fotografie von Stefan Wichmann

Werbung – Rezension: Der erste letzte Tag

Der Titel stößt auf. Wie das Cover. Und wie die Schrift. Der etwas erhabene Aufdruck des Covers bezieht die Fingernerven ein. Und der Inhalt die Seele.

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Redaktioneller Hinweis: Das Buch wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt.

Cover: Selten habe ich solange über das Cover nachgedacht und stellte fest: Es sagt alles aus. Durchs Cover wird die Reise in die untergehende Sonne angedeutet, impliziert durch den sich entfernenden Wagen und die Insassen, wobei die Farbgebung das Auge reizt und die glatte Oberfläche die Haptik.

 

Buchbeschreibung:

Ein Roadmovie. Zwei Protagonisten, offensichtlich ein Auto, etwas Farbe auf dem sonst schwarz-weißen Cover und ein Aufkleber, der auf den klimaneutralen Verlag hinweist und doch ein Buch, das vom Leben erzählt.

Textauszug:

Seite 271: »Ich weiß, schwer zu erkennen, aber den hab ich gezeichnet!«

Meine Meinung:

Ich möchte nichts verraten, habe aber das Gefühl jeder Satz könnte ein Satz zu viel sein, der doch verrät, eine Wendung zu früh auflöst oder einen Witz verdirbt. Der Textauszug ist folgerichtig dem Anhang entnommen. Er zeigt, welchen Eindruck ich beim Lesen hatte. Der Autor erzählt die Geschichte so, als wäre er dabei gewesen. Und da passt der Textauszug, denn zumindest ein Bild hat er selbst gezeichnet und berichtet stolz darüber.

Um nichts vom eigentlichen Werk zu verraten beginne ich mal von vorn:

Ehrlich gesagt war ich versucht das Buch zu ignorieren. Das Cover erinnert mich an den bekannten einsamen Reiter der im Sonnenuntergang verschwindet und die Grafik an ein Kinderbuch.

Nur die Schrift und später dann die Haptik des Covers ließen mich aufmerken.

Der Innenumschlag enthält mehr Informationen als der Buchrücken, was mich etwas wunderte. Und als ich das Buch durchblätterte fielen Handzeichnungen auf, selbst zum Schluss des Buches. Das kürzeste Kapitel, das ich wohl je gelesen hatte, war Kapitel 12. Ich schätze 220 Worte.

Bereits dies sagt vieles über den Inhalt des Buches aus: Überraschend. Mitreißend. Den Leser / die Leserin verschlingend.

Ein Buch das mich überraschte, inspirierte. Selbst vom Schreiben abhielt (meine Notizen habe ich hastig dahin gekritzelt) und dafür sorgte, dass ich den Tag genoss und einfach mal die Seele baumeln ließ.

Als Umschreibung hätte meines Erachtens nicht das Prager Eltern-Kind-Programm (Pekip-Gruppe) oder der Begriff Euphemismus herhalten müssen, aber etwas Dunkel darf ja sein…

Fazit: Vorsicht: Es verschlingt einen!

Rezension von Stefan Wichmann

Titel: Der erste Letzte Tag

Genre: Kein Thriller

Zeit: Aktuell

Autor: S. Fitzek

Verlag:  Droemer

Auflage: 1

Veröffentlichung: 2021

Sprache: Deutsch

ISBN-13: 9783426283868

Veröffentlicht in Buch-Rezensionen.

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