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Buchcover mit Genehmigung von der Webseite RandomHouse



Redaktioneller Hinweis: Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.


Cover

Der Umschlag deutet auf Viren und Pollen hin und mag einen Touch an das alte Griechenland erinnern. Ohne Umschlag kommt ein blauer Einband zum Vorschein, der nicht auf den Inhalt hindeutet.


Inhalt

Der Klappentext weist auf neue Erkenntnisse hin und auf Therapieformen für erfolgreiche Behandlungen. Das Register enthält auch viele Einträge, doch nicht Stichworte, anhand derer ein Betroffener sein Leiden im Buch finden könnte um es ‚besser in den Griff‘ zu bekommen. Hier ist eher das ganze Buch zu studieren, um die Zusammenhänge zu verstehen. Sehr eklatant wird gegen, ich zitiere: ‚Hokuspokus‘ wie z.B. Bioresonanztherapie gewettert, wobei nicht auf die Erfahrungen eingegangen wird, dass Betroffene nach einer solchen Therapie, die laut Autoren ‚gar nicht‘ funktioniere erheblichen Durst verspüren und im folgenden sich oftmals besser fühlen. Nebenwirkungen der Schulmedizin werden wohl angeführt, Nebenwirkungen von Impfungen habe ich als Rezensent vermutlich überlesen und genau das wäre der interessante Aspekt gewesen, nämlich fundiert aufzuzeigen warum manche modernen Therapieformen funktionieren oder eben nicht.

Sehr interessant werden geschichtliche Hintergründe ausgeführt und der Frage nachgegangen, warum Allergien entstehen. Auch hier wird gleich wieder und leider ohne Hintergrundinformation darauf hingewiesen, dass diese definitiv nicht durch Impfungen hervorgerufen werden. Auf der anderen Seite wird zugegeben, dass ursprünglich durchschlagenden Erkenntnisse der Schulmedizin später revidiert werden mussten.

Wirklich erstaunt war ich über die Ausführungen zu wissenschaftlichen Untersuchungen nach Fall der Berliner Mauer. Hier werden Daten zu Allergien Westdeutschlands und Ostdeutschlands in Relation gesetzt.

Immer wieder finden sich im Text versteckte Hinweise, was ein Betroffener tun könnte oder lieber lassen sollte. Beispielsweise wäre ratsam, eher möglichst naturbelassene Nahrung zu sich zu nehmen. Dabei finden sich auch interessante Aspekte zum Leben auf einem Bauernhof, warum manche trotz dieser Abhärtung erkranken und welche allergischen Auswirkungen ein Umzug für Erwachsene wohl hätte. Die Frage, die sich der Leser an dieser Stelle insgeheim stellt, nämlich den Bauernhofaspekt künstlich hervorzurufen, greifen die Autoren auf, als ob sie im Vorfeld Gedanken lesen konnten. Sehr anschaulich ist auch die Reaktion des Körpers auf Pollen dargestellt.

 

Im Selbsthilfeteil mit dem Titel „Wieso, warum, weshalb“ wird z.B. auf Seite 276 angegeben, dass, ich zitiere ‚früher gefürchtete Nebenwirkungen (...) moderne Kortisonspräparate längst nicht mehr‘ aufweisen. Dies erweckte bei mir als Rezensent den Eindruck der Verharmlosung, sodass ich nach weiterer Lektüre zum Thema suchte.

Das letzte Kapitel mit Fragen und Antworten zu verschiedenen Krankheitsbildern ermöglicht leider keine gezielte Suche.


Zielgruppe

Sachlich und abwechslungsreich geschrieben, dürften vor allem Erwachsene, sicherlich auch am Thema interessierte Jugendliche den Ausführungen gerne folgen.


Stil

Ausführungen zu Laboren, Ärzten, Verweise auf Fachmagazine und Erläuterungen, wie synthetische Allergenmoleküle erzeugt werden, sind in verständlichen Sätzen dargeboten. Rhetorische Fragen lockern den Text auf und beziehen den Leser ungezwungen ein.

 

So wird auch schon mal eine hochkomplexe Produktionskette beschrieben und im Anschluss deren Name genannt, so dass sich weitere Ausführungen darauf beziehen können. Dies ist durchaus aufschlussreich, denn auch hier kann der Laie folgen!


Umfang

Das Buch umfasst 299 Seiten und wenige Zeichnungen oder Bilder. Doch die braucht es nicht, denn das geschriebene Wort erklärt mühelos die Fakten.


Qualität

Das Werk ist gebunden und gut handhabbar. Die Seiten sind griffig und werden auch ein häufiges Hineinschauen problemlos unterstützen.


Fazit

Sehr interessant und laienverständlich geschrieben erklärt das Buch Grundlagen und Zusammenhänge und geht auch interessanten Fragen nach, beispielsweise, ob früher weniger Allergien auftraten. Therapieformen außerhalb der Schulmedizin werden meines Erachtens lediglich verunglimpft, statt auch diese fundiert zu besprechen. Der Klappentext ‚was wir selbst dagegen unternehmen können‘ ist aus meiner Sicht unhandlich umgesetzt: Die benötigte Information ist schwer auffindbar. Trotzdem hat es vier von fünf Punkten verdient!


Rezension von Wichmann-Reviews.de


Rezension zum Buch: Das Anti-Allergie-Buch

Das Anti Allergie Buch

Verlag: Piper


ISBN:  

978-3-492-05704-2