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Jellybooks bietet Bücher zum kostenlosen Probelesen an, sofern das Leseverhalten an den Dienst übermittelt wird. Ich führte ein Interview mit einem der Gründer.


Herr Rhomberg. Jellybooks ist ein Dienst, der das Leseverhalten auswertet. Wer ist Begründer dieses Dienstes?

Jellybooks ist eine Londoner Firma die von Andrew Rhomberg. Andrew Roberts und Jeff Abrahamson gegründet wurde.


Was geschieht mit den an Verlage übermittelten Daten?

Die Daten werden an Jellybooks übermittelt und von Jellybooks ausgewertet. Die Verlage sehen die Auswertung über ein Portal namens “Candy”:

- Welcher Prozentsatz von Lesern hat das Buch angefangen und dann auch fertig gelesen.

- Ist diese Zahl vom Alter abhängig?

- Würden die Leser das Buch empfehlen, passt das Cover zum Inhalt, wie schnell wurde das Buch fertig gelesen?

- Warum haben Leser aufgehört zu lesen.

- Wurde das Buch in Stückchen gelesen oder über lange Strecken?

- Wurde es überwiegend am Wochenende oder unter der Woche gelesen und vieles mehr…


Ganz gezielt werden manchmal auch verschiedene Covers, Titel, Beschreibung und Endungen getestet.


Wann werden die Daten der Leser gelöscht oder liegt das in der Verantwortung der Testleser selbst?

Ein Testleser kann das Konto löschen. Die Lesedaten werden zwar weiterhin gespeichert aber es gibt keine Metadaten mehr die Rückschlüsse zulassen welche Person der und die Leserin war. Die Daten sind ab dem Augenblick komplett „anonym“ also nur noch „operativ“ und nicht Personenbezogen.


Welche Schritte unternehmen sie, wenn ein Testleser seiner Verpflichtung nicht nachkommt, erfasste Daten zu senden?

Es gibt eine Reihe von „nudge emails“ von uns und wenn ein Leser widerholt Bücher herunterlädt ohne die Daten zu senden wird er ausgeladen. Das ist nicht so sehr ein Problem. Das grössere Problem ist, dass Leser nicht aufpassen welche Leseapplikationen unterstützt werden und auch Lesedaten senden.


Die Analyse umfasst die Zeiten, zu denen gelesen wird. Was hat ein Autor oder Verlag von dieser Erfassung?


Es geht in erster Line um das Engagement: Wie viele Leser lesen das Buch fertig (Fertiglesequote), was halten sie vom Buch und so weiter. Basierend auf solchen Daten lassen sich auch zukünftige Verkaufszahlen abschätzen.


Die Lesezeiten zeigen an ob Leser auch tatsächlich das Buch gelesen haben.


Die Lesedaten zeigen aber auch an, ob der Krimi so spannend war, dass seine große Anzahl bis tief in die Nacht gelesen hat, ob das Buch mehr Wochenendlektüre ist oder ein Buch ist das man auf dem Weg zur Arbeit liest und so weiter.


Fühlen sich Testleser nicht überwacht?

Lesen ist eine ziemlich intensive Aktivität. Man fühlt sich nicht als ob einem jemand über die Schulter schaut. Wir weisen aber ausdrücklich darauf hin, dass die Daten aufgezeichnet werden.


Wäre eine Erfassung der Wirkung einzelner Kapitel nicht viel interessanter?

Belletristik wird mehr als ein “Gesamtkunstwerk” gelesen. Leser hören nicht plötzlich im Kapitel 21 auf weil es nicht so gut war…. Leseranlytik ist nicht ein digitales Lektoratstool, sondern mehr ein Marketing und „audience Insight“ -Tool.


Jellybooks kommt ohne Werbung aus. Wie finanziert sich der Dienst?

Es wird eine Form von Marktforschung von den Verlagen finanziert.


Das heißt auch Selfpublisher könnten diesen Dienst beauftragen?

Im Augenblick nicht. Eine Version für Klein- und Self-publisher kommt aber mit dem “Projekt Brombeere”.

 


Ich danke für das Gespräch


Interview mit Andrew Rhomberg von Jellybooks

Werbung:

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Externer Link:

https://Jellybooks.de/





















Unterstützte Leseanwendungen:

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https://jellybooks.de/about/leseranalytik/leseapplikationen