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Frau Hillebrand, Sie schrieben sonst eher lustige Bücher. Ihr neues Buch handelt vom Umgang mit dem Tod. Das ist ein eher ungewöhnliches Thema für ein Kinderbuch. Woher kam Ihre Inspiration?


Ehrlich gesagt finde ich das Thema gar nicht so ungewöhnlich. Ich habe oft – auch bei meiner eigenen Tochter -erlebt, dass Kinder sich Gedanken zum Tod machen. Sie gehen da sehr viel offener mit um, als wir Erwachsene. Es war mir aber wichtig, ein Buch über den Tod zu schreiben, dass nicht traurig macht, sondern sich dem Thema ganz selbstverständlich nähert. Die Figur des Florian Tod, der als Friedhofsgärtner seine eigenen Grabsteintexte auf Vorrat schreibt, bringt die von mir gewohnte Leichtigkeit. Während meiner Recherche habe ich auch festgestellt, dass es viele Kulturen gibt, die sehr viel fröhlicher mit dem Thema umgehen. Ich möchte den Kindern (gern auch Erwachsenen) die Angst nehmen. Hannah, die Protagonistin des Buches, stellt die Fragen, die Kinder zum Thema Tod und Sterben haben. Ich stelle mir vor, dass Kinder mit ihren Eltern über das Buch ins Gespräch kommen, das wäre schön.


Sie beleuchten verschiedene Riten der Bestattung. Ist ein Kind mit dem Thema nicht eher überfordert?


Nein, das glaube ich nicht. Kinder kommen immer sehr gut klar, wenn man offene Worte findet. Natürlich habe ich mir Grenzen gesetzt. Es gab Dinge, die ich bewusst nicht im Detail in das Buch aufgenommen habe, weil ich das Gefühl hatte, das könnte Kinder ängstigen. So habe ich zwar erzählt, dass man sich verbrennen lassen kann. Wie das genau abläuft und wie lange es dauert, bis ein Mensch verbrannt ist, habe ich aber nicht näher beschrieben.


Im Buch hat Hannah auch eigene Gedanken niedergeschrieben. Woher kam dieser Impuls?


Ich wollte Hannahs Gedanken sehr unmittelbar darstellen. Die Leser sollen sich darin wiederfinden. Hannahs Aufzeichnungen in ihrem „Gedankenbuch“ stehen stellvertretend für die Fragen und Gefühle der Kinder, die das Buch lesen. Ich wollte einfach noch ein bisschen mehr Nähe in dem Buch erzeugen.


Der Friedhofsgärtner stutzt den Rasen mit einer Nagelschere, scheint also eher ein komischer Kauz zu sein, der Hannah das Leben nach dem Tode näherbringt. Wie kamen Sie auf diese Figur und auf die Verquickung ‚komischer Kauz‘ und ‚ernstem Thema‘?


Ich gebe schon viele Jahre Kurse für Kreatives Schreiben und weiß auch durch meine anderen Veröffentlichungen, wie wichtig die Figuren sind, die die Geschichte vorantreiben. Florian Tod zaubert den Kindern ein Lächeln ins Gesicht und bei ihm traut sich Hannah einfach alles zu fragen. Ich hatte beim Schreiben ziemlich schnell diesen „komischen Kauz“ vor Augen. Ein wenig Leichtigkeit schadet einem Buch über den Tod nicht, finde ich.


Worin liegt ihrer Meinung nach das Ziel des Lebens?


Liebe zu hinterlassen, würde ich sagen.


Glauben Sie an ein Leben nach dem Tod und was tun sie dafür?


Ich glaube schon, dass da noch etwas kommt und lasse es einigermaßen gelassen auf mich zukommen. Ich glaube nicht, dass man dafür etwas tun muss oder kann. Hier auf dieser Welt folge ich meinem Herzen. Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit sind für mich selbstverständlich, da muss ich mich gar nicht anstrengen.



Vielen Dank für die schönen Fragen, die ich sehr gern beantwortet habe!


Ich danke für dieses Interview

Interview mit der Autorin Diana Hillebrand

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Die Webseite der Autorin

finden Sie unter:


www.diana-hillebrand.de


Das Foto darf mit Genehmigung der Autorin veröffentlicht werden.  













Foto: Jennifer Bligh